20
Jan
2008

Die Lizenz zum Rauchen.

Die wichtigen Argumente für ein Totalverbot des Rauchens im öffentlichen Bereich und das trotzdem bleibende Unbehagen mit einigen Konsequenzen führen zum Nachdenken, ob es nicht doch einen noch besseren, die Bedürfnisse aller berücksichtigenden Lösungsansatz geben könnte, als er mir bisher über den Weg gelaufen wäre. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass ich sicher beiweitem nicht "alles" gelesen habe was zu diesem Thema schon gesagt oder publiziert wurde, sondern vorrangig selbst nachgedacht habe - ich bin daher dankbar für Hinweise, ob sich der im folgenden präsentierte Gedanke vielleicht schon früher oder anderswo gefunden hat:

Ich denke, der beschriebene Regulierungsbedarf ist ein geradezu prädestinierter Fall, ein System marktperfektionierender staatlicher Lizenzierung anzudenken, zB der folgenden Art:
  • Rauchen in Lokalen wird grundsätzlich generell verboten, der Lokalinhaber hat aber die Möglichkeit für jeden Quadratmeter, den er als "Raucherfläche" zur Verfügung stellen möchte, eine staatlich ausgegebene "Lizenz zum Rauchen" zu erwerben. Dann darf er, solange er die erforderliche Anzahl solcher Lizenzen hält auch die entsprechende Anzahl an Quadratmetern zum Rauchen freigeben.
  • Die Gesamtanzahl derart ausgegebener Lizenz-Quadratmeter wird politisch/demokratisch festgelegt. So könnte man zB 75%, 50%, 25%, 5% oder jeden anderen Prozentsatz der in einer Gemeinde wie Wien in etwa vorhandenen Lokalfläche als Raucherfläche lizenzierbar machen. Wieviel genau ist dann eine rein politische Frage der Abwägung der Interessen aller Beteiligten.
  • Die Laufzeit der Lizenzen beträgt zB 3 Jahre, bei Erstausgabe der Lizenzen werden diese versteigert, sei es auf ebay ;) oder eben auf altmodischerem Weg. Während ihrer Laufzeit sind die Lizenzen frei handelbar. Andenken könnte man sogar eine Gestaltung als klassisches, vielleicht über Banken handelbares Wertpapier. Alle drei Jahre, wenn die Laufzeit der Wertpapiere ausläuft, kann man das System reevaluieren und die Gesamtlokalfläche für Raucher neu festlegen.
  • Die administrativen Kosten so eines Systems werden in Form von Ausgabeaufschlägen oder Transaktionsgebühren von den Erwerbern der Papiere (den Inhabern der Raucherlokale) eingehoben.
  • Die eigentlichen Lizenzgebühren, die sich erstmals im Zuge der Versteigerung als Marktwert eines Quadratmeters Rauchfläche materialisieren, könnte man zB für das Gesundheitssystem zweckwidmen, wenn man das möchte.
Der Ansatz hätte folgende recht handfesten Vorteile gegenüber Teil- und Totalverbotsszenarien:
  • Der Vorteil, den Lokalinhaber im Betrieb von Raucherfläche subjektiv zu sehen glauben, wird im Weg der Versteigerung wirtschaftlich bewertet - und abgeschöpft. Dies stellt auf maximal granulare Art und Weise sicher, dass Wettbewerbsvor- und/oder -nachteile zwischen grossen und kleinen Lokalen und kleinen Lokalen untereinander mit Hilfe von "marktkonformen" Mechanismen ausgeglichen werden.
  • Einer gewissen Gesundheitspolitik kann Rechnung getragen werden, indem die Zahl der ausgegebenen Quadratmeter auf jene Fläche begrenzt wird, die man eben haben will. Natürlich könnte hier die Anzahl der Raucher und Nichtraucher in der Bevölkerung miteinfliessen und ein entsprechendes Angebot an Fläche und Lokalen ist von vorneherein sichergestellt. Aber es könnten auch ganz andere Überlegungen zur Bemessung der Gesamtfläche ausschlaggebend sein, etwa wenn man den Arbeitnehmerschutz in den Vordergrund stellen möchte.
  • Der bürokratische Aufwand bliebe meines Erachtens einerseits sehr überschaubar und andererseits aber jedenfalls durch die Lizenzinhaber (also die Inhaber der Raucherlokale) finanziert: alle drei Jahre eine Auktion, dazwischen ein freier "Wertpapier"handel - bei einer Lokalkontrolle muss man lediglich die Innehabung der Lizenzen für die vorhandenen Quadratmeter Raucherfläche nachweisen.
  • Wenn man das möchte, liesse sich das System jederzeit mit weiteren Auflagen für Lokale verknüpfen. So könnte man zB ähnlich wie bisher zusätzlich festlegen, dass grössere Lokale zB maximal 50% ihrer Fläche für Raucher deklarieren dürfen - oder dass kleinere Lokale entweder für ihre gesamte Fläche Lizenzen erwerben oder eben ein Nichtraucherlokal bleiben, sich also jedenfalls zu 100% entscheiden müssten. Wesentlich ist: auch in all diesen Varianten werden Wettbewerbsverzerrungen durch das System ökonomisch minimiert, weil der Betrieb von Raucherfläche zum vom Markt bewerteten Kostenfaktor wird. Überlegenswert, vor allem mit Blick auf die Wahlfreiheit der Arbeitnehmer, fände ich auch die Auflage, dass sich alle Lokale (egal ob "gross" oder "klein") jedenfalls zu 100% entscheiden müssten: Raucher oder Nichtraucher.
Summa summarum wäre dann je nach genauer Ausgestaltung eine ganze Vielfalt an Lokalen nebeneinander denkbar: Nichtraucherlokale, Raucherlokale, gemischte Lokale. Die Gesamtfläche in einer Gemeinde bliebe unter demokratischer Kontrolle. Die genaue Ausgestaltung wird weitgehend dem Markt überlassen. Die Raucherlizenzen können und werden durch jene Lokalinhaber erworben werden, die sie für sich als wirtschaftlich besonders relevant halten. So wird der Inhaber einer Bar, in der die Kunden kommen, um ausgefallene Sorten von Havanna Zigarren zu konsumieren vermutlich einen höheren Preis für die Raucherlizenz bezahlen wollen als der Pächter der Kantine eines Vereins "Rauchfreies Europa". Die Kantine wird vermutlich selbst dann rauchfrei bleiben, wenn der Pächter absurderweise gerne eine Raucherlizenz hätte, denn der sich am Markt ergebende Preis der Lizenz wird es ihm am Ende des Tages wohl nicht wert sein...

Betrachten wir nun nochmal die oben genannten, mir Unbehagen bereitenden Konsequenzen eines Totalverbots, dann zeigt sich folgendes:
  • Sowohl Raucher als auch Nichttraucher haben in einem solchen System eine realistische, freie Wahl an Angeboten. Es bleibt zwar richtig, dass Nichtraucher, wenn sie mit Rauchern zusammentreffen möchten uU weiterhin tolerant sein werden und ein Raucherlokal als Treffpunkt wählen, aber solange beide Möglichkeiten "um die Ecke" existieren, und somit eine echte freie Wahl entsteht, wer nun tolerant zu sein hat, wird diesem Argument für mich der Boden entzogen: Dieselbe Frage der Toleranz oder Nicht-Toleranz stellt sich wie oben beschrieben auch dann, wenn Raucher und Nichtraucher an jedem anderen nicht-öffentlichen Ort zusammentreffen, weil sie eben beide zusammentreffen wollen oder müssen.
  • Den Existenzängsten insbesondere kleiner Lokalinhaber kann Rechnung getragen werden, weil das Lizenzsystem die Wettbewerbsvor- und/oder -nachteile wirtschaftlich so gut als irgend möglich ausgleicht und jeder für sich die Chance hat, zu bewerten, ob er persönlich die Kosten des Erwerbs einer Lizenz auf sich nehmen sollte oder eben nicht.
  • Absurden Konsequenzen des Totalverbots (Beispiel 2 Hotelbars, Beispiel Havanna-Zigarren-Bar) kann problemlos Rechnung getragen werden.
  • Ein künftig vielleicht noch liberalerer Umgang mit persönlichen Vorlieben einzelner Bürger (Stichwort Coffeeshops nach niederländischem Vorbild) könnte in ähnlicher Art und Weise Rechnung getragen werden, indem eben entsprechende Lizenzen ausgegeben werden und die Gesamtmenge solcher Einrichtungen somit demokratisch steuerbar bleibt.
Ein Wort noch zum Arbeitnehmerschutz: Ich denke, dass diese Frage ebenso dadurch obsolet wird, dass ein demokratisch bestimmbarer, aber eben auch in dieser Hinsicht ausreichend grosser Markt an Nichtraucherlokalen sichergestellt werden kann, so dass Arbeitnehmern, die ihrem Beruf in rauchfreier Umgebung nachgehen wollen ebenfalls eine realistische freie Wahl bleibt. Es macht eben keinen Sinn, für rauchende Kellner und Kellnerinnen nach Schutz vor Passivrauch zu rufen. Weiters ist in diesem Kontext vielleicht doch auch im Hinterkopf zu behalten, wieviele andere Berufe es gibt, die mit gesundheitlichen Risken verbunden sind, die sehenden Auges und bewusst in Kauf genommen werden müssen, weil sie notwendig sind, um die Bedürfnisse DES KUNDEN zu befriedigen und die subjektiven Vorteile des Arbeitnehmers, einen guten Job zu haben, diese Nachteile deutlich überwiegen. (Alltagsbeispiel: Autoabgase in einer KFZ Werkstatt, Extrembeispiel: Formel-1-Rennfahrer)

Und nun abschliessend: ich bin natürlich nicht so vermessen, zu glauben, dass solche weltfremden und insbesondere österreichfremden Vorschläge irgendetwas am Zug der Zeit ändern werden. Das Totalverbot öffentlichen Rauchens wird zweifellos kommen. Mir war es aber wichtig, meine eigenen Gedanken in dieser Frage, die mich trotz meines Nichtraucherdaseins nun schon einige Zeit geistig "verfolgen", einmal zu sortieren und vielleicht für den einen oder anderen Interessierten auf diesem Weg aufzuzeigen, dass das Nachdenken über "marktkonforme", eine Vielfalt erhaltende oder sogar fördernde Regulierungsmechanismen etwas ist, das in unserer politischen Kultur leider viel zu kurz kommt. Wir denken für meinen Geschmack immer noch viel zu sehr in "Geboten" und "Verboten". Wir brauchen aber weniger Schwarz und weniger Weiss, sondern mehr Graustufen. Oder noch besser gesagt: viel mehr Farbe!

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Trackbacks zu diesem Beitrag

maschi.twoday.net - 20. Jan, 00:17

Du sollst nicht rauchen. Das 11. Gebot?

Es geht um den gesundheitlichen Schutz... [weiter]
maschi.twoday.net - 20. Jan, 00:18

Das Unbehagen mit den Konsequenzen.

All die guten Argumente für... [weiter]
Georg (Gast) - 20. Jan, 01:26

Ich glaube nicht, dass das System Zukunft hat.

- den bürokratischen und administrativen Aufwand (alleine die Kontrolle der vorhandenen Lokalflächen, notwendige Neuerhebungen, Versteigerungsprozedur) liegen mMn noch ein Vielfaches (!) über dem 75qm Modell.

- Muss ein Wirt, der sich Rauchflächer ersteigert, diese vom Nichtraucherbereich trennen? Wenn ja, was macht er wenn er die Lizenz nach 3 Jahren nicht mehr bekommt? Wieder alles einreissen? Und wenn er nicht mehr gleich viel qm bekommt? Umbauen?

- wenn du wiederum Auflagen einführst, wie etwa der Vorschlag kleine Lokale (und da sind wir wieder bei: "Wie groß kann ein kleines Lokal sein?" und willkürliche Größenordnungen ala 75qm) müssen 100% kaufen oder Nichtraucher sein hast du a) doch eine wirtschaftliche Verzerrung (die sich alleine schon aus dem finanziellen Vorteil von Lokalketten ergeben wird), wenn der Wirt sich diese 100% nicht leisten kann aber gern würde, oder Ungleichberechtigung im Wettbewerb, weil ein Raucher- bzw. "Misch-"Lokal so wie bisher tendentiell mehr Kunden lockt.

- Dilemma: Gibt es diese Beschränkungen nicht, ist die Existenz (ausreichend vieler) rauchfreier Lokale nicht garantiert, weil sich so gut wie jeder Gastwirt aus Angst um die Lizenzen bemühen wird. Das wiederum bedeutet, du müsstest das Vergabeverfahren auf "First-Come-First-Serve" umstellen und gleichzeitig die Lizenzpreise pro Fläche individuell berechnen lassen, damit es im Rennen um die Lizenzen halbwegs fair bleibt. Denn: "und jeder für sich die Chance hat, zu bewerten, ob er persönlich die Kosten des Erwerbs einer Lizenz auf sich nehmen sollte oder eben nicht" ist leicht gesagt, aber eben realistisch, denn nicht jeder Wirt hat gleich viel Geld, und nicht jeder Wirt (mit Ausnahme von Ketten vielleicht) hat automatisch durch mehr Platz auch mehr Geld.

- Der Arbeitnehmerschutz ist weiterhin wichtig, der Vergleich mit einer KFZ-Werkstatt hinkt. In einer solchen kannst du ohne weiteres mit leichtem Atemschutz arbeiten (wird meines Wissens beim hantieren mit Lacken etc. auch empfohlen). Gäste und Kellner mit Mundschutz in einem Lokal wären wohl etwas unpassend.
Im Gegensatz zum Restaurant ist eine gewisse Belastung in einer Werkstätte nicht vermeidbar, Autos machen nunmal Mist. Sicherlich könnte man nun über strengere Autozulassungskriterien etc. diskutieren, es bleibt aber der Punkt dass Fortbewegung via Automobil (und damit dessen Wartung) für viele Menschen essentiell ist - die Nikotinsucht nicht. Is gebt zwar absurde Vorstellungen von "Tradition" ('Verdauungszigarette', 'Die Zigarette zum Kaffee'), aber die sollte man wohl nicht berücksichtigen. Und dabei ist es sogar völlig egal, ob meine eine Zigarette als Genuß anerkennt, so wie Mauhart & Co. es gerne verkaufen wollen, oder nicht.

maschi - 23. Jan, 22:37

@Georg

Danke für den Comment, möchte mich noch ein bisschen mit Deinen Punkten befassen:

ad1: Der administrative Aufwand, wie hoch auch immer er ist (Betriebsanlagengenehmigung gibts schon heute, einmal alle zB drei Jahre Papiere zu versteigern halte ich für verkraftbar ;) würde jedenfalls von den Lizenzerwerbern und im Endeffekt natürlich von ihren Kunden zu tragen sein, das müsste ja in Deinem Sinn sein.

ad2. Die Lizenz bekommt jeder, dem sie ausreichend viel wert ist. Das ist genau dann der Fall, wenn die zu erwartenden Verluste und/oder Kosten (zB Umbaukosten beim Verlust der Lizenz) höher sind als der Lizenzpreis. Den Rest darf man getrost den Unternehmern überlassen!

ad3. Der Wettbewerbsvorteil, der darin besteht, dass ein Raucherlokal mehr Kunden lockt wird durch die Raucherlizenz wirtschaftlich bewertet - und wird den Gewinn schmälern bzw. in die Lokalpreise einfliessen. Diese Effekte gleichen die Situation gegenüber den Nichtraucherlokalen im Durchschnitt aller Lokale praktisch perfekt aus, wobei natürlich jene Lokale die Lizenz erwerben werden, die aufgrund ihres Geschäftsmodells die schlimmsten Einbussen zu erwarten hätten.

ad4. Verstehe ich nicht. Du bringst hier für mich, wie schon ein bisschen in 3 eine Art "soziale" Komponente hinein ("nicht jeder Wirt hat gleich viel Geld", "wer sich diese 100% nicht leisten kann" etc). Sicher werden sich viele oder alle um die Lizenzen "bemühen", aber sie werden nicht allen gleich viel wert sein. Und genau darum gehts ja: Es werden und sollen sich nur diejenigen leisten, die vom Totalverzicht auf Raucherkundschaft am härtesten betroffen wären - und für die es somit wirtschaftlich Sinn macht. Allen anderen würde die Lizenz mehr kosten als sie an Einbussen zu erwarten haben. Sie sollten daher geradezu froh sein, wenn sie sich die Lizenz "nicht leisten" können - und daher zum Nichtraucherlokal werden und auf die Art die Preise niedrig halten können. :)

ad5. Mein Hauptargument zum Arbeitnehmerschutz ist ein anderes: Ist eine ausreichende Zahl an Nichtraucherlokalen gewährleistbar, so dass jeder nichtrauchende Kellner und jede nichtrauchende Kellnerin realistischerweise einen entsprechenden Arbeitsplatz wählen kann, dann reicht mir das. Es macht keinen Sinn, rauchendes Personal vor Passivrauch schützen zu wollen.

Gerade bei Deinem letzten Punkt bist Du mir schon ein bisschen apodiktisch gegenüber einem andersdenkenden Gegenüber: Autos sind "essentiell" (für mich zB in der Stadt sicher nicht), Nikotin nicht (für mich auch nicht) - "absurde" Vorstellungen von Tradition solle man "nicht berücksichtigen" etc (hier mag ich die Absurdität nicht beurteilen). Ich möchte mir meine Vorlieben eben auch nicht von anderen bewerten lassen und mir dreinpfuschen lassen - das Dreinreden ist für mich nur rechtfertigbar, wenn diese anderen in ihrer eigenen Freiheit durch mein Verhalten über Gebühr beeinträchtigt werden. Was "über Gebühr" im Einzelfall heisst? Ja, genau darüber werden wir auch in Zukunft debattieren müssen...! So finde ich zB dass Autofahrer derzeit meine Freiheit über Gebühr beeinträchtigen, weil sie zB für den Platzverbrauch in der Stadt nicht selbst aufkommen müssen. :)
muesli - 20. Jan, 02:31

in aller kürze: hervorragender vorschlag.

in californien hat sich ob des dort herrschenden rauchverbots übrigens ein genre an quasi-trafiken entwickelt, wo man in lounges sitzen, kaffee trinken und rauchen darf. würde bei uns aber vermutlich an den öffnungszeiten scheitern.

kritikus (Gast) - 21. Jan, 15:55

Grundsätzlich befürworte

ich alles, was nicht einem Totalverbot gleichkommt ;)

Allerdings bin ich hier etwas skeptisch, ob es so funktionieren würde. Die Gründe wären nicht etwa die erhöhten Kosten für die Wirte oder für die Bürokratie, sondern eher die "toleranten" Nichtraucher. Sie würden nämlich dann auch den Rauchern nachlaufen (weshalb das ja angeblich dzt der Markt nicht regeln kann), was zu übervollen Rauchbereichen und leeren Nichtraucherbereichen führen würde. Über kurz oder lang würde wieder nach einem Totalverbot wegen Versagen der (Markt)Lösung ertönen...

Wie auch immer, bei jeder Lösung wird es Gewinner und verlierer geben. Bei einem Totalverbot verliert insgesamt (bis auf ein paar Ausnahmen vielleicht) die herkömmliche Gastronomie - durch private Events in Wohnungen und Kellern etc. Gewinnen wird eine neue Gastronomie (ohne Angestellte) - zB http://www.kritikus.at/2007/05/24/gastronomie-der-zukunft/ - im Freien (5 Seiten geschlossen, eine offen), nur Automaten und wer die meisten Heizstrahler aufstellt, macht das meiste Geschäft...

maschi - 21. Jan, 16:15

Der Einwand ist wichtig

läuft aber andererseits auch sehr stark auf die Frage raus, wie hoch der Prozentsatz der Raucherfläche an der Gesamtlokalfläche in einer Gemeinde festzulegen wäre, so dass einerseits der beschriebene Effekt nicht zu stark wird, andererseits der Wunsch nach realer Wahlfreiheit "um die Ecke" so gewährleistet werden kann, dass per se tolerante Nichtraucher, für die das Kriterium aber schon eine gewisse Rolle spielt, dann auch die Chance haben zu sagen: Komm mein(e) Liebe(r), heut gehen wir dorthin - dort ists etwas billiger (wegen der ersparten Raucherlizenzkosten!).

Das kann wohl niemand sagen, sondern müsste durch entsprechende Erfahrungswerte im Laufe der Zeit ermittelt werden - und kann sich auch im Lauf der Zeit ändern.
Sallihamidzic (Gast) - 22. Jan, 15:36

Raucherlokalmonopol

Grundsätzlich finde ich, ist die Lizenz zum Rauchen eine gute Idee. Gefällt mir. Nur was passiert, wenn zum Beispiel eine Internationale Restaurantkette alle Lizenzen einer Stadt ersteigert. Dann haben wir sowas wie das Raucherlokal-Monopol.

Fände ich auf nicht so toll. Dagegen sollte man noch was machen. Ansonsten kann das System schon eingeführt werden!

mfg

Pflanze (Gast) - 5. Mrz, 15:15

Ein generelles Rauchverbot ist die einfachste, billigste und effektivste Lösung! Jede andere Variante schafft Hintertürl und kann nur mit Aufwand kontrolliert werden!

Die Zukunft muss rauchfrei sein!

maschi - 5. Mrz, 16:07

Warum?
wallenstein (Gast) - 23. Feb, 11:04

filtergeräte für raucherlokale

dieser ganze zirkus von wegen kampf gegen raucherlokale könnte technisch gelöst werden indem in lokalen wo geraucht wir ein luftfilter-gerät aufgestellt wird. kostet knapp 1000 euro und filtert die schadstoffe aus der luft. keiner riecht was, die luft ist sauber und besser als die draussen auf der straße. die geräte gibts u.a. auch im internet unter icleen aber auch von anderen anbietern.

bastille

brainstorming the bastille?

Geistig erstarrten Bastionen begegnen wir nicht nur in der Politik, sondern beinah überall... nicht zuletzt auch in uns selbst. Und so bleibt aber die ständige Herausforderung, sie immer wieder neu zu erstürmen.

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VIENNA, AUSTRIA

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It's amazing in favor of me to have a website, which...
http://www.healthraport.de/ratschlage/a,men-solution-plus-losung-fur-echte-manner.html (Gast) - 20. Sep, 13:12
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wallenstein (Gast) - 23. Feb, 11:04
Danke für diesen...
Danke für diesen Blog - ist mir immer wieder...
shaman (Gast) - 2. Dez, 11:56
alles gute! des rätsels...
alles gute! des rätsels lösung: machs wie...
Tom Schaffer (Gast) - 29. Nov, 22:57
Alles Gute
habe dich gerne gelesen. wenn auch nicht immer kommentiert.
weltbeobachterin (Gast) - 29. Nov, 16:46
Besserwisser ist das...
oder ich habe es falsch angewendet. Nicht im Sinne...
weltbeobachterin (Gast) - 29. Nov, 16:40
Zuerst mal alles Gute...
Zuerst mal alles Gute zum Geburtstag! Ich kenne das...
Thomas (Gast) - 28. Nov, 17:24
zum falsch verstehen
Muss mich jetzt doch nochmal dazu äußern... "weltverschwöru ng...
shaman (Gast) - 27. Nov, 14:47
naja, ich muss mich auch...
naja, ich muss mich auch öfter mal über ihn...
maschi - 26. Nov, 22:14
sorry
aber Misik ist für mich ein rotes Tuch. Ich kann...
weltbeobachterin (Gast) - 26. Nov, 19:44

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